| Maurizio Bianchi hat vor fast 30 Jahren angefangen, Musik zu machen und seit den frühen 1980er Jahren konzentriert er sich dabei auf die Verwendung von elektronischem Equipement. "Erimos" ist eine Klang- und Geräuschmanipulationsorgie, die sich gewaschen hat. Über 40 Minuten in der Länge werden hier Töne manipuliert und umstrukturiert und dabei entstehen durchaus eigenwillige aber auch sphärisch weit tragende Dronen. Die Schönheit von "Erimos" liegt im Organischen und Warmen dieses langen Stückes, das doch immer wieder einer Entdeckungs- und Forschungsreise durch dichte Klangwelten gleicht. Immer wieder bilden sich neue Klangkreise, einer webt um den anderen und wogt auf und ab. Geräusche, wie das Nahen eines Insektenschwarms, der Meterhoch und ungesehen über einem Sumpfgebiet an einem schwülen Sommertag steht und surrt. Dumpfes Wabern einer Maschine. Alles das vereint "Erimos" auf ganz natürliche Weise. Wenn man sich die Zeit nimmt und "Erimos" aufmerksam erkundet, zeigt sich die wahre Grösse des Albums. |